online travelogue

auf nach Bergen

Bis 10 Uhr lag ich im Bett. Machte mir ein ordentliches Frühstück…

Nugatti aufs Brot und der Tag kann beginnen

und packte langsam. Um 12 Uhr war checkout und so nutze ich die Zeit auch voll aus. 

Dann rollte ich zur Busstasjon am Hafen von Odda und suchte vergeblich meinen Bus 760. Der soll mich unter dem Gletscher des Folgefonna-Nationalpark durch den Tunnel bringen. Dieser 11 km lange Tunnel ist für Fahrräder gesperrt. Eine widerrechtliche Durchfahrt wird von der Polizei hart bestraft. Um diesen Tunnel zu umgehen müsste ich 135 km um den Gletscher fahren oder einfach den Bus finden 😀.

Es sind wirklich sämtliche Busse und Fähren aufgelistet, nur meiner nicht. So fragte ich einen andern Busfahrer, der kein Wort englisch konnte und wir verständigten uns mit allen Gesten die es gibt. Quintessenz – ich soll einfach warten, der kommt schon.

Pünktlich 13:20 Uhr rollt ein Bus vor, der im Display irgendwas mit „Wartung“ zu stehen hatte. Es stellte sich heraus, dass es der 760 ist. Für schlappe 15 € ließ ich mich durch den Tunnel fahren 

und sogar noch etwas weiter 😀, denn mein Bein zeigte mir, dass das alles etwas zu viel war.

Von dort aus fuhr ich mit einer Fähre von Årsnes nach Gjermundshamn …

#planking


… und folgte der Küstenstraße zu meinem Wahlcampingplatz.



Ich fuhr sehr langsam und genoss die frische Luft. Gegen 21 Uhr traf ich in Gripne ein. Dort war ich der einzige mit einem Zelt. 

Nach einer langen Nacht würde ich durch Regebtropfen geweckt.

Ich trocknete das Zelt ein wenig …

… und fuhr im strömenden Regen 6 Stunden lang nach Bergen.

Im Hafen von Våge sah ich dann diese riesige Plattform. Ein Malermeister aus dem Erzgebirge kreuzte meinen Weg und erklärte mir, dass die Kommune Tysnes  nächste Woche ein riesiges Fest feiert. Da es hier aber keine Hotels gibt und die Fähren nach Bergen ab 22 Uhr nicht mehr fahren, wird hier ein weiterer Hafen angebaut. So können alle mit ihren eigenen Boten kommen und übernachten. 


Dann setzte ich nach Haljjem über, fuhr einfach langsam weiter im Regen und bin echt positiv über die separaten Fahrradwege und Beschilderungen überrascht. Manchmal gab es echt idyllische breite Wege mitten zwischen dem Lärm, abgesenkt im Grünen und es war wie eine andere Welt. 

Autos sind bei Regen noch lauter

Als ich bei diesem Restaurant vorbeikam musste ich einfach rein und im Bus was essen.



Ich habe noch ein paar Videos und Fotos von der gesamten Fahrt mit der wasserdichten GoPro gemacht, werde diese aber erst später hier hinzufügen. Meine finale Ankunft im Hostel:

Super happy, außer meine Beine & Füße war ich total nass.

Ich erhielt ein eigenes Zimmer für 4 Personen in der historischen Residenz und nahm eine lange warme Dusche.


Geschafft! Preikestolen, Kjerag Bolten, Trolltunga – alles mit dem Rad, mehrere tausend Höhenmeter überwunden, keine Panne, viel Sonne und Regen, viel frische Luft, hammer Ausblicke, viel Zeit, sehr freundliche Menschen, tolle Natur und ich bin super glücklich, dass es alles so nach dem groben Plan funktioniert hat. Meine 3 Puffertage verbringe ich jetzt zur Entspannung in Bergen.

Regen ist auch nur Wasser und Norwegen wäre ohne Wasser nicht soooooo schön.

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