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reparieren, planen und gammeln

Ich glaube es kaum. Mir war zu warm in der Hütte. Da musste ich erst die Tür offen stehen lassen, dass ich schlafen konnte.  Ich glaubs nicht.

Um 10 Uhr bin ich aufgestanden, habe meine letzten Brotscheiben in die Pfanne gelegt und geröstet. Draußen sieht es noch sonnig aus. Doch das WetterApp sagt den Regen ab 12 Uhr voraus. Pünktlich 10 vor 12 Uhr fängt es auch an zu gießen und hört gelegentlich für 20 min auf. Der perfekte Tag um die kleinen Defekte zu reparieren und zu gammeln.

Den Packsack habe ich mit Panzertape von innen und außen beklebt, das Vorderrad befestigt, das Schutzblech eingestellt und das Lenkerspiel + Bremsen justiert. Nur die Felge hinten ist irreparabel. Da ist so eine Ecke drin, da konnte ich nur die Speiche etwas fester spannen.

Tja und sonst habe ich dem Regen zugeschaut. 


Die Bilder habe ich mit 4 Minuten abstand geschossen. Es kam wie eine dunkle Macht einfach über den Berg und ergoss sich dann.

Ich habe mich dann entschlossen alle Gäste des Hauses zum Essen einzuladen.

War echt lecker, sagte einer.

Ich versuche noch die nächsten Tage zu planen. Das wird gerade echt schwierig. Ersteinmal soll es ab Donnerstag bis Sonntag Abend durchgängig regnen. Damit würde mein vorletztes Ziel „Trolltunga“ ins Wasser fallen. Wieder ein Ziel auf der Liste offen und ich müsste wiederkommen. 

Die einzige Möglichkeit ist morgen gleich nach dem Regen um 6 Uhr loszuradeln, Schlappe 71 km nach Rødal, dort zu übernachten. 

Leider ist die Hütte dort abgebrannt 🙁


Und dann am nächsten Tag von 400 m auf 1.150 m hochfahren, weil der Tunnel auf 600 m nur für Autos ist und somit 41 km zu fahren um dann noch eben mal 6 Stunden zum Trolltunga zu klettern.

Das klingt alles sehr stressig und ich weiß nicht, ob das meine Beine mitmachen. Zusätzlich sinken die Temperaturen auf 2 °C.


Naja, ich werde mal sehen wie der Tag morgen läuft. Und das beste rausholen. Ist ja kein Überlebenstraining. Es soll ja auch schön sein und Spaß machen.

Eben sind noch drei Böblinger mit ihrem 5er BMW vorgefahren. Vom Preikestolen bis hier sind sie 2 Stunden gefahren. Zwei Stunden, nicht Tage.

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