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sun is shining – yeahh

Guten Morgen Sonnenschein 🙂

That’s why I’m here


DafĂŒr hat es sich doch gelohnt. Ach ist das schön. Der See ist spiegelglatt, es gibt fast keine GerĂ€usche. Nur ein Wasserfall in der Ferne rauscht dahin.


So sitze ich dort eine Weile und bekomme die Mundwinkel gar nicht mehr runter. Nach einem kleinen FrĂŒhstĂŒck radel ich schon um 8 Uhr los. Nur ein Angler kreuzt meinen Weg in dieser Höhe. Schon nach kurzer Zeit wird mein Plan RealitĂ€t. Heute ist Abfahrtstag – super! Weniger treten und mehr Kilometer. Da ist so wenig los, dass sogar noch die Schafe auf der Straße schlafen.

Wegen ihnen sind die Straßen manchmal unterbrochen und es befinden sich Eisenrohre quer zu Straße im Boden, sodass die Tiere nicht ihr Land verlassen. Einer dieser „Ferist“ – das norwegische Wort – wird mir zum VerhĂ€ngnis. Aber dazu spĂ€ter mehr. Ich fahre da so mit dreißig Kilometer pro Stunde drĂŒber und es knallt. Ich schaue nach hinten und sehe meine Luftpumpe ĂŒber die Straße gleiten. Dann schaue ich nach vorn und genau jetzt kommt noch ein Auto. Ich drehe also wieder um, sammeln das Ding ein und fahre weiter.

Ich finde die gelben Mittelstreifen haben tollen Kontrast zum GrĂŒn 😀 .

Nach dem Foto rutsche ich beim gewollten einrasten in die Pedale ĂŒber diese und bekomme diese Reverse voll in die Achilles. Wie ein Mann fahre ich zum nĂ€chsten Ort, der wie eine Oase scheint – Tankstelle + Supermarkt + Bankautomat – ich bin begeistert. Am weißen Strumpf Ă€ußert sich durch eine rote FĂ€rbung schon etwas ab. 


GlĂŒcklicherweise ist auch noch das Rote Kreuz vor Ort und desinfiziert die Wund und klebt gleich noch ein Pflaster drauf. So kaufte ich noch Brennspiritus/ RĂždsprit (hat mir Alan empfohlen), holte Geld und kaufte meine obligatorischen Äpfel. Dann stellte ich fest, dass meine Luftpumpe kaputt ist und das mein Hinterrad ne fette Delle abbekommen hat, sodass die hintere Bremse kaum zu benutzen ist. Tja, kann man nix machen, Ă€rgert mich aber schon. 

So radelte ich bergauf und bergab 

und bergauf und bergab, bis ich in HjelmelandsvĂ„gen auf die FĂ€hre hĂŒpfte und nach Nesvik ĂŒbersetzte. Dort gab es dann warmes Mittag. 🙂


Hier fahren im 15 Minutentakt Autos auf und von den FĂ€hren. MotorrĂ€der geben gas, wenn sie von der FĂ€hre in die Berge fahren. Das klingt immer so toll … ich dagegen fahre los, schalte in den ersten Gang und presse dann die Luft zwischen meine Lippen, um ein Ă€hnliches GerĂ€usch zu erzeugen. Das klingt dann wie ein Furtz, schneller fahren kann ich deshalb aber auch nicht.

Dann ist erstmal Tunnelzeit. Ich hatte mich mit allen Tunnel vorher auseinandergesetzt und wusste genau was auf mich zukommt. Dabei half mir diese Reise-Webseite fĂŒr Fahrradfahrer http://www.cycletourer.co.uk/maps/tunnelmaplrge.shtml – ein paar Tunnel haben zwar noch keine Bewertung, ich habe aber Fotos gemacht und werde diese zur VerfĂŒgung stellen. Es gab kurze Tunnel, lange Tunnel, Tunnel mit gelben Lampen, Tunnel mit weißer LED-Beleuchtung und Tunnel, die einfach mal kein Licht haben. Hier an meiner „Ozean-Road“ fahre ich schön am Fjord entlang und erfreue mich der steilen FelswĂ€nde, der FasserfĂ€lle und der Ruhe. 

Inzwischen ist es zwar nicht mehr sonnig, aber die Sonne scheint in mir und so fahre ich und fahre ich bis nach JĂžssenfjorden. Hier finde ich unglaublich schöne Flecken am Fluss, doch leider sind diese immer privat. So fahre ich ins Hochland. Es ist bereits 19 Uhr und ich suche vergebens eine coole Stelle zum campen. Doch irgendwann ziehen Wolken auf und es fĂ€ngt an zu regnen. So entscheide ich mich ruckzuck mein Zelt am Straßenrand aufzubauen 

und werde dabei von unzĂ€hlig vielen kleinen Gnitzen gestochen. Das geht soweit, dass ich 100m zurĂŒcklaufe und mich noch im Wasserfall Dusche 

um nicht so gut fĂŒr die Tiere zu riechen. Dann springe ich ins Zelt, kann den Unterschied zwischen Regen, dem zweiten Regen der BĂ€ume, dem Wasserfall und denn Fluss nicht mehr raushören 

und schlafe nach einem 66km langen Tag ein.

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