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24h Entspannung und ab ins Hochland

Morgends gegen 6 Uhr war kurz ein wenig Rummel im Raum. Beide Pärchen wollten die erste Fähre um 7:20 Uhr nehmen. Ich habe mich dagegen entschieden und mich für ausschlafen bis um 9 Uhr und entspannt Frühstücken entschieden. Urlaub soll ja kein Stress sein 😛

Nach dem Frühstück mit frisch gebackenem Brot entschied ich mich meine Sachen neu zu sortieren und dann bis 14 Uhr in der Gemeinschaftsküche zu verbringen. Aus Angst zu verhungern kaufte ich noch den Laden leer. 3x Snickers, 2 kleine Tüten Chips und 2 Tüten Erdnüsse. Kostet schlappe 27€ – Schäppchen. Einfach Sprit oder Ethernol hätte es auch getan, gabs aber leider nicht. Ich schlief noch ein wenig auf der Couch, dehnte mich (meine Beine sind ein einziger Muskelkaterklumpen), lud mein Handy und machte mich fertig für die Fähre, die mich nach Songesand bringen soll. In der Zwischenzeit unterhielt ich mich mit amerikanischen Basejumpern, die jedes Jahr für 2 Wochen herkommen und vom Kjerag-Plateau springen. Der Rezeptionist empfahl mir noch eine lokale Wetter-App „Yr“ und das ich doch bitte meine Fähre Online bestellen soll. Das tat ich auf seiner Anweisung unter https://bestilling.kolumbus.no und siehe da. Auf meiner Wunschfähre ist kein Platz mehr frei. Dann hörte ich unterschiedliche Stimmen sagen, ich solle die um 17 Uhr buchen und trotzdem um 15 Uhr einsteigen, vielleicht ist ja noch etwas frei. Andere sprachen von „Buchungssystemfehlern“. Ich machte mich also auf den Weg, und unterhielt mich noch mit dem Info-Point-Mitarbeiter. In Lysebotn leben nur tatsächlich 10 Personen. Alle anderen sind nur wegen dem Tourismus jeweils für eine Woche im Wechsel hier. Und das auch nur von Juni bis Dezember. Als meine Fähre kam entspannte sich die Situation. Die Fähre hatte noch 70 Personen-Kapazität und es passten sogar noch Autos drauf.



Der Wind im Fjord und die Geschwindigkeit der Fähre machte die Reise zu einer lustigen Fahrt, da ich mich fast in den Wind legen konnte. 


In Songesand ging ich mit zwei Motorradfahrern von Board und fuhr frohen Mutes ins 600 Meter hohe Plateau. Auch hier musste ich nach einer Weile mein T-Shirt ablegen. Das ist wirklich eine Abstengung. 


Wenn ich bei dem Anstieg nur die Hinterbremse anziehe und ganz leicht an den Lenker tippe, dann kommt das Vorderrad hoch. Dieses Gewicht ist wirklich zu viel. Es kamen mir in den 3 Stunden 6 Autos entgegen und ich fuhr an kleinen Schafen und verlassen einzelnen Häusern vorbei.


Hier oben fand ich am See Sandvatnet dann neben dem starken Norwind einen kleinen Windschutz am Strand und baute mein Haus auf.

Abendbrot 🙂


Hier oben sind ca 12 Grad, aber der Wind lässt es wie 5 wirken. Dennoch war ich so von dem glasklaren See angetan, dass ich kurz reinsprang um mich zu waschen. Das war echt kalt, aber danach wird einem ja bekanntlich noch wärmer. Um in der Nacht nicht zu frieren habe ich umliegendes Holz um das Zelt gelegt und den Sand angehäuft. Innen habe ich eine Notfall-Alu-Decke ausgelegt und mich richtig eingekuschelt. So konnte ich schön durchschlafen. 

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