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Inca trail – Tag 5 – Finale

3:15h … ich bin hellwach. Freu mich wie ein Honigkuchenpferd. Ruckzuck ist alles in die Taschen gepackt, der Himmel ist klar und es gibt nur Brot mit Butter. Sichtlich haben wir alles weggefuttert. Die Porter packen alles zusammen und werden direkt zum Zug gehen.

Alle stehen parat und laufen mit Taschenlampen zum Eingangstor für die letzten paar km.

OK – jetzt habe ich’s richtig verstanden. Wir warten hier bis 5:30h! unglaublich! Das sind 1,5h 🙁

Es ist ruhig. Alle wirken doch eher müde als euphorisch. Langsam steigen ein paar Dunstwolken vom Fluss hoch in die Luft.

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Dann kommen die 4 Mitarbeiter.

Sie werden allerherzlichst durch klatschen angespornt die Tür aufzureissen.

Dann passiert es… Torsten ist Nummer 28 und ab gehts. Selbst Mrs. Pink ist voll auf trapp. Es ist fast ein Rennen und kein Laufen mehr.

Feuer Marianne – so könnte das Motto sein. Wer stoppt verliert. Dann kommt der vorher schon angesprochene Gringo Killer Nr. 3!

50Grad Anstieg. Wir sollen die Stöcker an den Rucksack klemmen und mit allen vieren hochlaufen – sagte Fernando gestern noch. Pappalapapp – ich dreh dabei noch ein Video, wie wir alle schnaufen 😀

Intipunku – das Schild für das Sungate.

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Geschafft! Es ist 06:07h die Sonne brennt mir schon auf dem Kopf und ich glaube zu spät zu sein … 8 Stufen um um die Ecke zu schauen … 7 .. 6.. 5 … 4… ein Sprung 0!

Fuck Gänsehaut!! Scheisse ist das schön. Ich stehe mit 12 anderen auf 2717m Höhe und schau in ein Tal, wo gerade die Sonne neben mir durch die 3-säulige Ruine scheint. Sie wirft ihren Schein direkt auf die gegenüberliegende Seite auf den Berg und wandert ganz langsam (Adrenalin) nach unten.

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Es trudeln immer mehr ein und man hört nur oooohhhh nice wooooowww. Ich war kurzzeitg an einigen vorbeigerannt um dieses hässliche Ereigniss nicht zu verpassen. Wenn man schon 4 Tage durch den Wald rennt, dann möchte man auch das Highlight nicht verpassen.
Netterweise steigt doch tatsächlich noch eine Nebelschwade hoch um dem Fotographen das perfekte Objekt zu liefern.

Ich kanns nicht fassen. Ich stehe irgendwo in den Anden und es ist einfach nur schön. Einige haben diesen Moment nicht mitbekommen, da sie zu langsam waren. Die Wolke schwebte langsam nach oben in den Himmel. Sah sehr köstlich aus.

Dann rief es aus meinem Rucksack … nimm mich, tue es, mach schon. Bäm Zigarre an und geniessen. Moment eingebrannt! Für immer!

Dann sind schon fast alle Zeltbewohner am Platz. Es wird etwas eng, da jeder Fotos schiessen will. Dann kommt Sue und meint ich soll nen einamigen Handstand machen. Zuerst 2-armig

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und dann versuch ich es und sie drückt im richtigen Moment ab.

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Nachdem Fernando alle 14 Kameras einmal ausprobiert hat,…

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ging es auf dem schmalen Weg runter zur größten noch existierenden Stadt der Inkas. Schritt für Schritt kommt man dem Ding näher und es ist schon was besonderes dort selbst hingelatscht zu sein.

Fernando erzählt dann noch mal was von Tieropferungen (wird langsam langweilg, weil ich dass jetzt zum 7 mal höre).

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Angekommen. Da stehen wa nun in Machu Picchu auf dem Berg Machu Picchu- Wow! Nach einer kleinen Foto Session

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gehts direkt wieder raus um Nathalie und Yvette abzuholen. Die haben nämlich gerstern den Zug für 40$ genommen, haben im Hotel übernachtet und sind nun hier.
Von hier aus kann man ganz winzig klein das Sungate (Säulen) erkennen.

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Zusammen ging es dann durch die Stadt. Wegen irgendetwas mussten wir auf Fernando warten und da bot mit ein Bauarbeiter an seinen Job zu tätigen.

20121210-220517.jpg Schockiert nahm er seinen Stampfer zurück, als er und seine Kollegen sahen, dass ich den Streifen um 5mm tiefer verdichtete als er 😀

Die UNESCO hat letztes Jahr eine max. Besucherzahl von 2500 Personen pro Tag festgelegt. Diese darf nicht überschritten werden. Das ist schon echt viel. In der Hochsaison (April – also nach der Regenzeit) kann man hier wohl kaum treten.War schon echt interessant und diesmal nicht so langweilig.

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Aber es wurde immer mehr gegähnt.

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Wir sind ja nun schon fast 7h wach. Dann haben wir selbst die Chance für 1,5h durch die Stadt zu laufen.
Aber diese füllte sich gerade immens, denn gegn 10h kommen wohl die meisten Züge und Busse an. Also ging ich mit Tom den Royal path.

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Es wurde alles etwas stressig. Angekommen setzte ich mich direkt an die Klippe und genoss den Ausblick in ein riesiges Tal, welches direkt unter mir begann. Es scheint als hätte ich endgültig die Angst vor Höhe verloren, den sowas hätte ich vorher nicht gemacht.

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Schleunigst ging es wieder zurück zur Stadt. Doch eigentlich wollte ich noch 5 min auf ner Wiese rumliegen. Misst keine Zeit! Aber für’s Foto hat es noch gereicht. Leider merkte ich erst beim Liegen, dass das Pfeiffgeräusche von der Security sind, die da so nervten. 🙁

Ja, ich lag auf einer gesperrten Wiese. Aber das Foto ist toll 😀

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Feuer frei und so rannten wir zum Bus um nicht gefasst zu werden.
Schnell noch das Stempel gesetzt

20121210-221108.jpg und
Punkt 12h waren wir unten im Dorf und suchten das Restaurant, indem wir uns alle wieder treffen wollten.

Die Pasta hinter mir gelassen zogen wir noch in ein Nachbargeschäft und kauften uns Zeugen unserer Tour. Mir fielen da nur 2 T-Shirts in die Hände.
Von G-Adventures gab es noch für 3€ dieses Zertifikat

20121210-221003.jpg, welches ich wegen der weiteren Reise nicht kaufte. Und Fernando gab noch eine Runde Pisco aus.

Ab in Zug und zurück nach Cusco City, welche wir um 18h erreichten.

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Dort angekommen lief ich zu Annie & Renzos Haus um mir frische Klamotten zu holen, den ich konnte ja noch ne Nacht im Hotel pennen. Pustekuchen! Keiner da. Nur Rachel, doch die kann Renzo nicht erreichen und nen Schlüssel hat sie auch nicht. Misst, also wieder zurück zum Hotel. Dort sitzt der traurige Alex, denn sein Kumpel hat gerade derbe Probleme in der Margen- & Darmgegend und sie wollten morgen weiterziehen. Auch Durchfalltabletten halfen nicht mehr und so musste er zum Doc.

Nach einer frischen Dusche und den alten Klamotten (brech) gingen wir zu 8. ins angesagte „guinea pig“ Restaurant. War kein „Schwein“ da 😉 Nur wir und 5 tote Meerschweinchen, die daruf warteten verzehrt zu werden. Nach einer Fotosession mit diesen wirklich toll aussehenden enthaarten Raten stellten wir alle fest: is nix Gutes!
Ist teuer, schmeckt gut, aber nur 10% Fleisch + 3 Kartoffeln.

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Mandy bekam noch ein Küchenstück und so verbrachte sie ihren 46. Geburtstag.

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Leider konnten wir es uns nicht verkneifen, danach ein Schnellrestaurant mit gelbem Logo aufzusuchen und eine günstigen Käse-Fleisch-Stapelbrotturm zu vertilgen.

Danach brachen alle zusammen und verschwanden in ihren Zimmern.

Was fuer ein Tag!!!!!!!!!! Und schon das 2. der neuen 7 Weltwunder gesehen 🙂

Hier noch mal eine Zusammenfassung aller Bilder vom Handy.

2 Responses to “Inca trail – Tag 5 – Finale”

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