online travelogue

Inca trail – Tag 4

Boah war das kalt. Es waren ca. 5°C und so wurde ich wach als mein Arm (der als Kopfkissen diente) eiskalt abgestorben unter meinem Kopf lag.
Punkt 5h „klopfte es wieder ….20121205-145909.jpg
6:45h waren alle startbereit und wir liefen los. Ein heftiger Anstieg und binnen 2h waren wir wieder auf 3950m.
Und wir ließen so den Gringokiller Nr. 2 hinter uns und standen auf dem Runkurakay.

20121209-212325.jpg
Heute ist Auf & Abtag und zusätzlich auch noch der längste Tag mit 8h.

Schon komisch. So auf den Bildern sieht so’ne Ruine schon langweilig aus, aber wenn man sich da Stundenlang über die Berge und durch’n Wald geschlagen hat, dann freut man sich irgendwie so etwas zu finden und darin rumzulaufen.

20121209-213301.jpg

Ich habe dann mal geholfen das Bauwerk der Inka fertig zu stellen ..

20121209-213425.jpg
Dann ging es durch den Cloudforest … jetzt haben die Bäume überall Moos an der Borke und es wächst Bambus.

20121209-221234.jpg
Und dann bin ich weggerutscht und habe mir meine Sehnen am Knöchel links überdehnt. Das hat dann mal gut wehgetan. Habe mich aber mit den Wanderstöckern trotzdem gut durchgeschlagen und zum Glück ging es nun nur noch seicht Bergauf.

In Europa wären jetzt 2m Zäune am Wegesrand …. hier Interessiert das keinen und es geht einfach mal 20m steil und dann noch ca. 1,5km herunter geht.

Gegen 12:30h trudelten auch die letzten im Mittagscamp ein. Fernando zeigte uns dann, wo der der Berg Machpicchu liegt.

20121209-224101.jpg
Ist ja quasi nur ein Katzensprung!
Als dann die Hauptspeise in allen Mägen angekommen war erschienen 2 Porter mit diesem fetten Kuchen …

20121209-224705.jpg
Und der war soooo deliziös und noch warm! Ein Hammer. Die beiden Köche haben es echt drauf. Mandy, die eigentlich erst morgen 46 wird, durfte dann diese wunderschöne Kerze auspusten.

Als dann jeder vor Genussexplosionen in seinem Mund stöhnte kamen ein paar Tropfen auf das Zelt. Alle starrten an die Decke und aus dem stöhnen über diesen leckeren Geschmack wurde ein – och nöö!
Dann fing es an zu gießen wie aus Eimern!
Torsten ist ja nicht blöd und hat extra die atmungsaktiven und wasserdurchlässigen Wanderschuhe eingepackt, weil er sich wegen 4 Tagen wandern nicht 3 Monate nen Bruch heben wollte. 😛
Aber ein wenig hat er vorausgedacht und vorher auf nem Markt 3m Klebeband gekauft und ne 2,5l Wasserflasche geviertelt um sie auf dem Schuh zu präparieren.
Da wir aber direkt in der Wolke auf 3950m waren, schien es so, als wäre der Regen noch heftiger. Also noch 2 Mülltüten herausgeholt und 2 wunderschöne und äußerst praktische Klotzschuhe gebaut. (leider sind das Fotos nach dem Tragen und nicht währenddessen)

20121209-225452.jpg

20121209-225512.jpg
Nach 45min hörte es auf. In der Zeit sind wir dann schon einige 100 Stufen bergab gelaufen. Und es hüpften eine Menge Porter an einem vorbei. Wenigstens einer hat sich neben mir in der Kurve mit seinen 30kg auf dem Rücken und seinen abgelatschten Schuhen geschmissen. Also doch keine Götter! Wir haben ihm dann hochgeholfen, denn wenn so eine Schildkröte auf dem Rücken liegt, kommt sie schwer wieder auf die Beine.

Die Empfehlung vom Guide war es, an einer Gabelung links abzubiegen und die terrassenförmigen Felder zu besuchen (Intipata). Das dauert zwar 1h länger um zum Zeltplatz zu kommen, aber soll traumhaft sein.
Hmm, stimmt! War echt schön. Geniale Fotos habe ich leider nur mit meinem Fotoapparat und mit Tom’s DSR geschossen.

20121210-075434.jpg

20121210-075458.jpg

20121210-075918.jpg

Dann fing es wieder an zu regnen und so mussten wieder die Regenjacke herausgeholt werden. Als wir am Zeltplatz ankamen mussten wir uns zwischen all den Zelten durchnavigieren lassen, denn es waren hier bestimmt 80 Zelte verschiedener Agenturen aufgebaut. Und so sieht der Blick aus der Hundehütte aus 🙂

20121210-075903.jpg

Ganz allmaehlich trudelten alle ein. Der Abend zog sich etwas in die laenge, da es draussen feucht war und sich alle im Esszelt tummelten. Nach einer echt coolen Dankesrede von Asch (ein Arzt aus Melbourne) gingen alle in ihre Zelte, denn morgen sollen wir um 3h geweckt werden. So die Entscheidung aller, um als einer der ersten am Eintrittstor fuer die letzten 4km anzustehen.

Alle verschwanden in ihren Zelten. Ich blieb noch eine Stunde draussen und habe mir den Mondaufgang angesehen.

20121210-080311.jpg

2 Responses to “Inca trail – Tag 4”

Hinterlasse ein Kommentar